Wenn die Sommersonne aufs geparkte Auto scheint, können die Temperaturen im Innenraum schnell annähernd backofenreife Grade erreichen. Für Hunde, die von ihren Besitzern im abgestellten Fahrzeug zurückgelassen worden sind, ist das eine Tortur, wenn nicht sogar lebensgefährlich.
Dagmar Roesseler vom DAS FUTTERHAUS in Euskirchen appelliert an alle Tierhalter, ihre Vierbeiner auf keinen Fall im Wagen zu lassen. "Auch ein geöffnetes Schiebedach oder das einen Spalt weit offene Fenster helfen nicht", sagt sie. Auch wer sein Auto im Schatten parke, dürfe seinen Hund dennoch nicht im Wagen lassen: Selbst ohne direkte Sonneneinstrahlung heize sich ein Autoinnenraum schnell auf, außerdem wandere die Sonne schnell und verändere den Schattenwurf.
Gassi gehen - nach Ansicht der Tierschützerin ein klarer Fall für die schattigen Morgen- und Abendstunden. Wer seinen Hund trotzdem tagsüber mitnimmt - in ein Restaurant vielleicht -, sollte ihn nicht aus den vielerorts bereitgestellten Näpfen trinken lassen. Monika Ehlers: "Die sind Tummelplätze für Krankheitserreger.
Hunde können nur sehr begrenzt schwitzen
Im Sommer dürfen sie deshalb nicht im parkierten Auto zurückgelassen werden. Denn bereits nach kurzer Zeit könnten sie an Kreislaufversagen sterben.
Leider sterben immer wieder Hunde im überhitzten, parkierten Auto. Denn immer noch gibt es Hundebesitzer, die nicht bedenken, dass sich ein Auto in wenigen Minuten auf bis zu 80° C aufheizen kann. Die Scheibe ein Stück offen zu lassen, reicht für eine ausreichende Frischluftzufuhr nicht aus! Da die Sonne wandert, steht auch ein im Schatten parkiertes Auto schon bald in der Hitze. Und dann beginnt die Tortur für den Hund.
Wenn es dem Mensch zu warm wird, schwitzt er. Der Schweiß verdunstet auf der Haut und entzieht dem Körper dadurch Wärme. Hunde haben es nicht so einfach. Sie können ihre innere Körpertemperatur nur mit Hecheln ausgleichen. Dabei wird zur Abkühlung Wasser über die Zunge verdunstet. Muss der Hund im heissen Auto warten, steigt seine Körpertemperatur rasch an und das Hecheln reicht nicht mehr aus, um sich abzukühlen. Er verbraucht die Wasserreserven seines Körpers, was zum Kreislaufkollaps und schließlich zum Tod durch Kreislaufversagen führt.
Passanten, die einen stark hechelnden Hund mit tiefroter bis lila Zunge in einem an der Sonne parkierten Auto sehen, sollen die Polizei rufen, um den Hund befreien zu lassen. Wenn der Hund nur durch das Einschlagen der Scheibe gerettet werden kann, ist dies zumindest in der Schweiz gerechtfertigt und führt nicht zu Schadenersatzansprüchen des Autobesitzers.
Rücksicht auf Reisen
Die Ferienfahrt sollte für die Nacht und den frühen Morgen geplant werden. Vor allem wenn das Auto über keine Klimaanlage verfügt. Doch auch in diesem Fall kann sich der Hund während der Pausen – möglichst alle zwei Stunden – in der kühlen Nachtluft besser erholen, als bei glühenden Tageshitze.
Während des Halts soll der Hund reichlich Wasser zu sich nehmen, sich die Beine im Schatten vertreten und sich lösen können. Bei einer allfälligen Wartezeit, z.B. an der Grenze, muss der Hund aus dem nicht klimatisierten Auto genommen und ausserhalb im Schatten betreut werden. Leidet der Hund offensichtlich trotzdem, kann ihm ein nasses T-Shirt angezogen werden, das ihn angenehm kühlt.










