Farbmaus ( Mus musculus)
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Die grau-braune Hausmaus ist der direkte Vorfahre der Farbmäuse. Aus ihr wurden verschiedene Fellfarben, Fellvarianten und Größen gezüchtet. Wilde Hausmäuse leben in geschlossenen, eng verbundenen Großfamilien. Diese bestehen aus einem Männchen, mehreren Weibchen und deren Jungen, welche von den Weibchen oft gemeinsam versorgt werden, bis diese im Alter von etwa 6 Wochen das Nest verlassen. Dieses hochsoziale Verhalten ging durch die Zucht natürlich nicht verloren und deshalb darf eine Farbmaus nie alleine gehalten werden. Am Besten eignen sich für eine Gruppenhaltung ein Männchen und mehrere Weibchen. Allerdings sollte das Männchen kastriert werden, da die Vermehrungsrate sehr hoch ist (ein Weibchen kann bis zu 150 Jungen pro Jahr zur Welt bringen). Auch eine Gruppe, die nur aus Weibchen besteht, ist in der Regel unproblematisch, da selten Revierkämpfe und Rangordnungskämpfe stattfinden. Möchte man nur männliche Tiere zusammen halten, vertragen sich Wurfgeschwister am Besten. Trotzdem kann es mit einsetzen der Geschlechtsreife zu bösen Auseinandersetzungen kommen. Farbmäuse sind aktiv, unternehmungslustig und neugierig. Obwohl sie eher nachtaktiv sind, kann man sie auch tagsüber beobachten. Sie können sehr gut klettern, hoch springen und passen durch alle Löcher, durch die auch ihr Kopf passt. Die Käfigeinrichtung (Käfiggröße sollte die Maße von70x50x50 nicht unterschreiten) sollte deshalb abwechslungsreich und dreidimensional gestaltet sein, damit die Tiere Gelegenheit zum klettern, buddeln und erkunden haben. Auch macht ein Laufrad durchaus Sinn, um dem hohen Bewegungsdrang der Tiere gerecht zu werden. Sie brauchen auch eine Rückzugsmöglichkeit in Form eines Häuschens, Iglus aus Ton, oder ähnlichem. Der Schwanz dient bei ihren Erkundungstouren dazu, das Gleichgewicht zu halten und sich festzuhalten. Als Einstreu eignet sich am Besten eine 3-5 cm hohe Schicht aus Hobelspänen. Für den Nestbau verwenden die Farbmäuse gerne Heu, unbedrucktes Toiletten- oder Küchenpapier. Der Standort des Käfiges sollte möglichst so gewählt sein, dass die Tiere keiner Zugluft, plötzlichen Temperaturschwankungen oder Temperaturen die höher als 30 Grad sind, ausgesetzt sind. Sie reagieren darauf sehr empfindlich.
Farbmäuse sind Allesfresser, bevorzugen jedoch Körnerfutter. Dies bekommt man bereits als fertige Mischungen angeboten. Sie benötigen auch tierische Proteine, welches in hochwertigem Futter bereits enthalten ist. Ansonsten kann man dieses in Form von Mehlwürmern, Hundekuchen oder Hundekauknochen zusätzlich anbieten. Als Grün- und Saftfutter eignen sich z.B. Karotten, Gurken, Sellerie, Äpfel, Löwenzahn etc. Zum Nagen können Zweige von Haselnusssträuchern, Apfelbäumen oder Birke in den Käfig gelegt werden. Wasser muss selbstverständlich immer zur Verfügung stehen.
Farbmäuse werden i.d.R. relativ zahm und zutraulich, auch Dank ihrer angeborenen Neugier. Zahme Tiere klettern auf die Hand. Bildet man mit dieser eine Höhle, kann man die Tiere problemlos hochheben, wenn man sie z.B. zur Säuberung des Käfiges aus dem Gehege nehmen muss. Unruhige oder nicht ganz zahme Tiere, kann man an der Schwanzwurzel (ganz wichtig) erfassen und vorsichtig hochheben.
Farbmäuse werden im Durchschnitt 1,5 bis 2 Jahre alt, es wurde aber auch schon von 4 jährigen Tieren berichtet.
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Systematik Ordnung Nagetiere (Rodentia) Aussehen Größe 7 - 12 cm Fortpflanzung Geschlechtsreife ab ca. 4 Wochen Sonstiges |
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